Fünf Strategien gegen Prüfungsangst

Was haben Studenten, Sportler und Fahrschüler gemeinsam?

Genau: Sie müssen früher oder später eine Prüfung absolvieren. Nervosität ist dabei ganz normal. Wenn die aber in Prüfungsangst umschlägt, können Sie mit diesen Tipps gegensteuern.

Angst bis hin zum Blackout

Prüfungsangst kann dafür sorgen, dass eigentlich vorhandenes Wissen oder Können nicht abrufbar sind, wenn es darauf ankommt. Die Extremform ist ein Blackout, bei dem nichts mehr zu funktionieren scheint. Nur: Warum (über-)reagiert unser Körper derart?

Was passiert in unserem Körper?

Wenn wir geprüft werden – oder uns diese Situation auch nur ausmalen – kann unser Körper das als bedrohlich interpretieren. Seine Reaktion kann sein:

  • Adrenalin-Ausschüttung
  • Verkrampfung an Anspannung
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Kreislaufprobleme
  • Magenprobleme
  • Schlaf- und Appetitlosigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Mangelnde Konzentrationsfähigkeit

5 Tipps gegen die Prüfungsangst

Studien zufolge leiden rund 20 % der Deutschen unter mehr oder weniger stark ausgeprägter Prüfungsangst. Zum Glück lässt sich dagegen etwas tun. Zum Beispiel mit diesen fünf Strategien:

1. Den eigenen Rhythmus finden

Manche fangen an zu lernen und zu üben, sobald sie wissen, dass eine Prüfung ins Haus steht. Andere tun dies erst wenige Wochen oder Tage vorher, dafür mit einer hohen Intensität. Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht – probieren Sie selbst aus, was für Sie am besten funktioniert. Und lassen Sie sich dabei nicht von anderen reinquatschen oder verrückt machen. Wenn es hilft: Schotten Sie sich ab und ziehen Sie Ihr Ding durch.

2. Positiv denken

Es ist prinzipiell nicht verkehrt, sich die Prüfungssituation vorher bildhaft vorzustellen. Im Idealfall nimmt das sogar Angst und sorgt für mehr Souveränität. Ganz wichtig dabei ist aber: Bleiben Sie positiv! Denn wer nur darüber nachdenkt, was alles nicht klappen könnte, verstärkt den Stress – und im schlimmsten Fall den Fluchtreflex des Körpers – noch.

3. Nicht 24/7 im Prüfungsmodus sein

Keine Frage, gut vorbereitet in eine Prüfung zu gehen, ist das A und O für den Erfolg. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr komplettes Leben dem Lernen und Üben unterordnen sollten. Gelegentliche Pausen helfen, den Kopf frei zu bekommen und neue Energie zu tanken, um danach umso effizienter wieder in die Vorbereitung einzusteigen. Füllen Sie die Pausen mit dem, was Ihnen gut tut:

  • Ruhe und Entspannung 
  • Sport und Auspowern
  • Leute treffen oder raus ins Grüne gehen.

Das Wichtigste ist, dass Sie sich damit wohlfühlen.

4. Auf die Ernährung achten

Wer im Stress ist, hat in der Regel wenig Zeit und Nerven, um aufwändig einzukaufen und stundenlang zu kochen. Sich nur noch von Fast- und Convenient-Food zu ernähren, ist aber auch keine Lösung. Denn Ihr Körper – und vor allem das Gehirn – benötigt jetzt den passenden Treibstoff, um Höchstleistungen zu bringen. Und wichtige Nährstoffe und Vitamine können Sie auch bei schnell zubereitetem Essen bekommen. Setzen Sie zum Beispiel auf:

  • Vollkornbrot mit Frischkäse, Avocadocreme oder Lachs
  • frisches Obst
  • frische Gemüse-Sticks 
  • genug Flüssigkeit

Klar muss auch mal der Kaffee herhalten. Aber sorgen Sie parallel dazu für genug Wasser oder stark verdünnte Fruchtschorlen. Am besten, die Karaffe steht jederzeit in Reichweite – so vergessen Sie auch im Lernstress das Trinken nicht.

5. Im Zweifel Hilfe holen

Wenn alle Tipps nicht helfen, und die Prüfungsangst Ihnen die Luft zum Atmen zu nehmen droht, müssen Sie da nicht alleine durch. Ihr Hausarzt kann sagen, welche Medikamente oder Therapien Ihnen helfen können – oder Sie gegebenenfalls an die entsprechenden Stellen verweisen. Auch wir von der BKK NAME EINFÜGEN haben in unserem Leistungsprogramm womöglich hilfreiche Angebote rund um Entspannung und Wohlbefinden. Sprechen Sie uns an.

Veröffentlicht: 25.07.2022 - Aktualisiert: 25.07.2022